2004 Vergoldearbeiten für ein Kunstwerk
James Lee Byars, Schirn Kunsthalle Frankfurt

Seit 1998 bin ich Mitarbeiter bei Ausstellungsumbauten in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt. Im Jahre 2004 veranstaltete die Schirn eine große James Lee Byars-Ausstellung.

Neben vielen anderen Arbeiten von ihm gab es in den Aussellungsräumen einen kleinen Raum, der eine Arbeit von James Lee Byars wiederholt, die der Künstler seinerzeit in den 70er Jahren realisierte.

Als er noch lebte, legte er sich in Gold gehüllt selbst in den Raum und verfügte, daß nach seinem Tod ein vergoldeter Sarg mit 5 Swarowski-Kristallen, statt seiner selbst, verwendet werden soll.

Eine Galerie in Brüssel stellte die veränderte Arbeit erstmals nach seinem Tod aus und beriet uns in der Schirn, wie der Raum erneut hergestellt werden könnte. Zu meinen Aufgaben gehörte es, mit einem Kollegen zusammen, den Raum in einer bestimmten Art und Weise mit Gold, hier aus Kostengründen mit Schlagmetall, auszukleiden.
DER GOLDENE TOD.